Es ist noch gar nicht lange her, da war der Gedanke, in ein Flugzeug zu steigen äußerst unangenehm für mich.Der normalen Flugangst stand irgendwann in meinem Leben ein Sortiment an Panikatacken zur Seite, die mir besonders das Reiseleben ordentlich erschwerte.

 

Auch Spinnenphobie bemerkte ich viele Jahre, und das schon seit fühester Kindheit.

Nun bin ich ein neugieriger Mensch und meine Neugierde war schon immer größer, als all meine Ängste. 

So entschloss ich mich zu dieser weiten Reise an die australische Ostküste. Erstens konnte ich auf dieser Reise an meiner Flugangst arbeiten und würde zweitens ergründen können, wie ich mich beim Spazieren durch eine Gegend fühle, wo theoretisch hinter jeder Ecke ein giftiges Tier lauern könnte.

 

Boah! In den Tagen kurz vor meinem Abflug griff besonders Abends vor dem Einschlafen die Panik nach mir. Wie halte ich es aus, für so viele Stunden in Flugzeugen zu sitzen, auf einem engen Sitz in der Touristenklasse? Mein Problem ist nicht die Angst vor einem Absturz. Es ist eher die Angst vor der Enge im Flugzeug, das sichere Wissen, in Zehntausend Meter über dem Meer nicht einfach mal aussteigen zu können.

Eine Freundin von mir, die als Suchtberaterin in Berlin arbeitet hatte mir bei einem persönlichen Gespräch etwas über Panikatacken verraten, das mir bei meinen Flügen sehr geholfen hat. Solche Atacken kommen in Schüben, die irgendwann schwächer werden. Mit diesem Wissen, beobachtete ich mich hoch in der Luft über den Wolken und jetzt kamen mir meine Panikschübe vor, wie Meereswellen, die mal größer und mal kleiner werden. Und wenn ich dieses Meer überquere, plätschern  noch ein paar kleine Wellen und schon bin ich am anderen Ufer.

 

Wird fortgesetzt.....

Sag Deinen Ängsten guten Tag