23.11.2016

Morgen gegen 14 Uhr fahre ich nach Babelsberg zu Radio 1.

Die machen eine Sendung über 40 Jahre Punk.

Ich bin in guter Gesellschaft. Gerrit Meijer ehemals PVC und White Russia wird auch da sein. Offiziell wird es beim Interview nicht um mein Buch gehen, sondern um das, was ich damals bei der Firma und Ichfunktion so zusammen komponiert und musiziert habe.

Hoffentlich huste ich nicht die ganze Zeit ins Mikrofon bei meiner blöden Dauererkältung.

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26.11.2016
Das Interview bei Radio 1, das ich vorgestern anlässlich ihrer Sendung 40 Jahre Punk geben konnte, ist erfreulich
entspannt gelaufen.
Im Studio hatte ich vom Anfang an das Gefühl, auf befreundetem Gebiet zu stehen.
Danke besonders an Anja Caspary dafür, dass sie mich dazu eingeladen hat.
Die Sendung ging von zehn bis sechzehn Uhr und jede Minute war es wert, gehört zu werden
28.11.2016

Vorhin habe ich über Mail zwei Terminvorschläge für Lesungen in Steglitz bekommen. Einen dieser Termine werde ich
auf jeden Fall gern im kommenden März wahrnehmen. Vorher haben sie in der Buchhandlung nichts frei.
Mich interessiert es sehr herauszufinden, ob mir vollkommen unbekannte Leute etwas mit meinem Buch anfangen können.
13.12.2016
Am vorletzten Montag habe ich mein Buch offiziell im BAIZ in der Schönhauser Allee vorgestellt.
Der Laden war rappelvoll und über jeden einzelnen Gast habe ich mich gefreut.
Kaum jemand war da, den ich nicht persönlich kannte.
Mein Überraschungsgast Gerrit Meijer, Berliner Punkrocker der allerersten Stunde hat mit meinerUnterstützung eine sehr lebendige Variante des PVC-Hits berlin by night gespielt.
 
06.02.17
Eine Freundin von mir hat vor ein paar Tagen eine Mail an mich geschrieben. Darin ging es um die Geschichte DIE MAXIMALE VERLETZUNG aus meinem neuen Buch NOVEMBERECHO.
Mir scheint, man könnte denken, dass dieser Teil des Buches biografisch ist.
Da wird eine ganz üble Situation beschrieben, die man sich schlimmer kaum vorstellen kann.
Diese Situation ist rein fiktiv und gehört zum Buch. Ich habe weder einen Hund getötet, noch mich selbst isn`t ist?
(Übrigens habe ich auch nie ein lebendes Schwein aus dem Fenster geworfen wie in KEYNKAMPF, meinem ersten Buch behauptet)
25.03.17
Gestern habe ich in der Morgensternbuchhandlung in Berlin Steglitz gelesen. Ich war neugierig, wie ein mir größtenteils vollkommen unbekanntes Publikum auf meine Bücher und meine Songs reagiert.
Die Sitzreihen waren gut gefüllt und es herrschte von Beginn der Lesung an eine sehr gute Stimmung. Es wurde ordentlich gelacht
und ich bekam während meines Vortrages Szenenapplaus für einen besonders gut gelungenen Satz.
Um an Gerrit Meiijer zu erinnern, den PVC-Gitarristen, der vor einigen Wochen gestorben ist, habe ich noch mal Berlin by night gespielt.
Eintritt war frei. Dafür haben die Leute für meinen kranken Freund, den Labradorhund Benji ordentlich gespendet.
Danke an Thomas Röhtlisberger, den Betreiber der Buchhandlung.
Ich habe mich bei Euch sehr zu Hause gefühlt.
P.S. Komischerweise hat gestern niemand eines meiner Bücher gekauft. Hmm
22.04.17
Die Lesung bei Primobuch am letzten Samstag war etwas überschattet vom Sterben unseres wunderbaren und gut aussehenden Katers Youandri. Wenn man an einem Samstagvormittag einem langjährigen sehr guten Katzenfreund beim zum Glück angst-und schmerzfreien Sterben beim Tierarzt zusieht, dann ist die am Abend des gleichen Tages stattgefundene Lesung von Trauer angedunkelt.
So ist manchmal das Leben oder?
Nun saß ich also an diesem Osterabend vor ein paar kulturinteressierten Steglitzer Damen und Herren, um aus meinen beiden Büchern vorzulesen. Dabei fiel mir auf, dass einige Episoden aus meinem ersten Buch Keynkampf durchaus ganz unterhaltsam beim Publikum angekommen sind. 
Novemberecho dagegen hat mehr Wucht und Tiefgang. Die Textstellen, die ich aus diesem Buch vorlas, sind Gedanken, die ich unbedingt teilen möchte.
Zum ersten Mal habe ich an diesem Abend auch einen Song von SHOSHIN live gespielt. Inzwischen sitzt der englische Text ganz gut und ich habe auch eine Variante gefunden,Plan C -  meinen derzeitigen Lieblingssong auf meiner E-Gitarre zu spielen.
Das hat wahrscheinlich nicht annähernd an die Darbietung von Pete Haley gereicht.  Aber mir war es ein Bedürfnis, den Song selbst zu spielen und den Leuten hat es gefallen.
Meine Gage an diesem Abend war passend zu diesem Osterabend  ein gekochtes Ei. Da hat dann nur noch der Appel dazu gefehlt, aber den fordere ich beim nächsten Mal als Gehaltserhöhung.
Wieder hat niemand ein Buch gekauft.
Dafür kommt Judith, die Macherin von Primobuch ins Geburtstagskonzert, das wir für meine Freundin Katja in diesem Mai im Zosch geben. EIS 10 on stage again. Das Leben ist gut.

22.05.17

 

Die Lesung am letzten Samstag bei Schmitz Katze in Kreuzberg

hat sogar mal ganz gut Geld rein gebracht. Immerhin vier Bücher verkauft. Den Leuten hat es glaube ich gefallen. Wieder wurde ab und zu gelacht und sekundenweise war es absolut still in der Kneipe, weil die Leute zugehört haben.

Das Publikum war gemischt, alt und jung, und bis auf einen Besucher kannte ich niemanden persönlich. Das ist mir wichtig, mal wieder neue Gesichter zu sehen.

Die Songs haben auch ganz ordentlich die Leute bei Laune gehalten. ich habe das Gefühl, die Leute bekommen mehr von den Songtexten mit, wenn ich nur zur Klampfe singe. Mit Band ist es viel schwieriger wegen der hohen Lautstärke.

Dummerweise hat mein uralter Marshall 33310 Gitarrenverstärker beim dritten Song Frührente beantragt und ist ausgefallen. Zu Hause ging er wieder. Muss wohl ein verdrecktes Poti gewesen sein.

17.07.2017

 

Die Lesung am 5.7. auf der Insel in Treptow liegt nun auch hinter mir.

Das Gute war daran, es kamen ein paar richtig cooler Leute.

Beim Quatschen vor der Lesung habe ich mal wieder gemerkt, dass ich nicht immer unbedingt eine Bühne brauche, damit mich die Leute sehen können. Eine Lesung mit den Besuchern auf Augenhöhe hätte hier besser gepasst..

Mein selbst reparierter uralter Marshall 3310 Gitarrenverstärker hat nach der Reparatur auch durchgehalten. Ein einziges Buch ist gekauft worden, aber bei einem meiner live vorgetragenen Songs hat eine Frau mit dem Handy draufgehalten und gefilmt.. Offenbar fand sie den Song interessant. Kein Wunder, er heißt BARFUSS DURCH DIE DACKELWURST.

 

31.08.17

 

Für mich ist es gar nicht so einfach, meine Bücher online zu verkaufen. Novemberecho bekommt man ja auch bei Amazon und natürlich auch über den Verlag und andere Onlineanbieter.

Umsatzbeteiligung oder ähnliches ist für mich nicht drin. Dafür hat aber seinerzeit der Verlag die gesamten Herstellung-und Druckkosten übernommen.

Zum Glück lebe ich nicht vom Buchverkauf, das wäre ein hartes Leben. Immerhin bin ich der einzige, der Keynkampf und Novemberecho zusammen anbieten kann und beide Bücher im Bedarfsfall signiert ausliefere.

So kam heute auch mal wieder ein Kauf über Ebay zustande.

 

Und dann vor gerade mal einer Stunde der Anruf einer Freundin aus Leipzig, die seit einigen Wochen ordentlich Werbung für meine Bücher macht. Da könnte auch noch zusätzlich eine Lesung in Leipzig angekurbelt werden.

Tja, Freunde muß man haben.

 

10.10.17

 

Inzwischen habe ich mit dem Schreiben eines neuen Buches begonnen. Es bekommt den Titel DER WELLENRAUM.

Wann und wo dieses Buch erscheinen wird, hängt davon ab, wie viel Zeit ich in den kommenden Monaten zu Schreiben haben werde. Im kommenden Jahr werde ich mich ordentlich mit dem Arbeiten am neuen Buch befassen können. Bin selbst mal neugierig, wohin sich diese Geschichte entwickeln will. Es ist eine komplett ausgedachte Geschichte , die sich damit beschäftigt, was nach dem Tod auf einige von uns zu kommen könnte.

21.10.17

 

Gestern Abend hatte ich einen Gastauftritt anlässlich Aljoscha Rompes Geburtstag. Aljoscha wäre gestern 70 Jahre alt geworden und er gehört zu den Leuten dazu, von denen ich mittlerweile merke, wie sehr sie mich beeinflusst haben. Auf dem Foto hier bin ich mit Ulli Schandmaul wieder gut in ein lustiges Gespräch vertieft. Ulli hat bei der Band TAUSEND TONNEN OBST gesungen, als ich ihn vor vielen Jahren kennen lernte.

Zum Auftritt in der Friedrichshainer Jägerklause bin ich mit meinem alten, verbeulten Renault gefahren, denn ich hatte ja auch eine Gitarre nebst Anlage dabei. Es ist faszinierend, dass man für so ziemlich jede Entfernung, die man an einem Freitagabend in Berlin mit dem Auto zurück legt etwa die gleiche Zeit zu benötigen scheint, die ein Flug nach London dauern würde.


5.12.17


Letzten Freitag hatte ich noch eine Lesung im Kallasch in der Unionstrasse in Moabit.

Ich habe irgendwie auf dem vorletzten Loch gepfiffen. Bronchitis und allgemeine Erschöpfung haben mich vor der Lesung noch zwei Energiedrinks kippen lassen. Ich bin ja sowieso schon dauernervös und wäre im Erschöpfungszustand am liebsten für andere Leute unsichtbar.

Ging aber nicht, weil diese Öesung schon vor vielen Wochen geplant war. 

Pete, einer meiner besten Freunde und übrigens Musiker bei Eis10 war zu meiner grossen Freude zu Gast. 

Auch Torsten Sütz hat sich wieder die Ehre gegeben und mir eine schöne Sammlung selbst verfasster Gedichte geschenkt. Und während meiner Lesung habe ich dann noch Uwe ausgemacht, den ich vom Feuerwerken kenne.

Die Songs habe ich fürchte ich während der Lesung nur runter gehechelt. Beim Song WOLLA kam ich nicht mit dem Playback fürs Gitarrensolo zusammen. So war mein erster Auftritt, bei dem ich ein Looperpedal benutzte in dieser Hinsicht mißlungen. Das hat mir im Publikum zum Glück niemand übel genommen.

Ein anderer Torsten, der vor mir gelesen hat und ursprünglich aus Leipzig kommt, hat sein neu erschienenes Buch gegen eines meiner Bucher getauscht. So mag ich das. Niemand bezahlt Geld und jeder bekommt, was er haben möchte.


Nach der Lesung bin ich zusammen mit Uwe ins schwarze Kaffe in die Kantstrasse gefahren.

Dort haben wir Jasmine, meine Mitbewohnerin, und drei Mädels, mit denen sie zusammen im Chor beim Glöckner von Norte Dame gesungen hat, getroffen.

Hier gab es noch was zu futtern, gute kurzweilige Gespräche und als Bonus noch etwas Chorgesang von den Mädels.

Am nächsten Tag bin ich nach fast zwanzig Jahren zum letzten Mal zum arbeiten in den Elektronikmarkt gefahren und habe dort den Herrn Pankonin gespielt.

Jetzt bricht eine neue Zeit für mich an. Ich werde mich wieder mal als Lebenskünstler betätigen.


1.12.2017 im Kallasch- Moabit








Gleicher Tag


Tag zwei meiner bezahlten zweimonatigen Untätigkeit (was immer das ist)

Ich kam gerade vom Einkaufen zurück und lief die letzten paar Schritte, als mir auf dem Weg dorthin Yve begegnete. Er kniehte gerade vor seinem Firmentransporter und sägte im 7 Grad plus- Nieselregen am Abgasrohr einer Junkerstherme. Yve ist ein ganz alter Kumpel, also lief ich gleich in meine Wohnung, um Ihm ein Novemberecho zu schenken. Immerhin steht er ja in einer kurzen Buchpassage drin.

Sofort kaufte er mir ein zweites Buch für einen seiner Freunde ab. 

So macht das Spass, würde ich sagen. 

Das Buch lebt, anstatt irgendwo rum zu liegen. Es wird gelesen. Was will ich mehr?